Welchen Autoklaven
sollte ich
für meine Arztpraxis wählen?
Warum einen Sterilisator verwenden?
Bei der Sterilisation werden alle lebenden Mikroorganismen aus einem zuvor gereinigten Gegenstand entfernt.
Der Sterilisationsprozess wird mit Hilfe von speziellen Geräten, den Sterilisatoren, durchgeführt, deren Wirkung eine Kontamination von Patienten und medizinischem Personal verhindert.
Damit ein Medizinprodukt, das einer Endsterilisation unterzogen wurde, als „steril“ angesehen werden kann, muss die theoretische Wahrscheinlichkeit, dass sich nach der Sterilisation ein lebender Mikroorganismus auf dem Produkt befindet, nahezu Null sein.
Welchen Typ und welche Klasse von Autoklaven sollte ich für meine Arztpraxis kaufen?
Die Klassifizierung der Autoklave richtet sich nach dem Volumen der Sterilisationskammer.
Volumen von weniger als 60 Litern: dies sind kleine Dampfsterilisatoren. Nach der europäischen Norm EN 13060 können Autoklaven in drei Klassen eingeteilt werden:
- Autoklaven der Klasse B: Dies sind die einzigen echten Sterilisatoren. Sie führen einen Sterilisationszyklus durch, der eine Vorbehandlung mit abwechselnden Vakuum- und Dampfeinspritzphasen umfasst.
- Autoklaven der Klasse N: Hierbei handelt es sich um Dampfdesinfektoren, die für die Desinfektion von unverpackten Produkten verwendet werden.
- Autoklaven der Klasse S: Hierbei handelt es sich um eine unspezifische Klasse, deren Einzelheiten vom Hersteller festgelegt werden.
Volumen über 60 Liter: Hersteller, die große Sterilisatoren herstellen, müssen die EN 285 berücksichtigen.
Was sind die Anwendungsbereiche für Sterilisatoren?
Sterilisatoren werden überall dort eingesetzt, wo die Gefahr besteht, dass Geräte und Instrumente mit Infektionserregern in Berührung kommen.
- Kliniken und Krankenhäuser: Zentrale Sterilisationsabteilungen.
- Laboratorien: Desinfektion von Glaswaren und Instrumenten.
- Zahnarztpraxen: Hier werden hauptsächlich Autoklaven der Klasse B eingesetzt.
Welche Arten von Produkten können sterilisiert werden?
Je nach der Methode und den Prozesstemperaturen unterscheidet man feste, flüssige und poröse Produkte.
- Feste Produkte: Glas, Metall, Kunststoff (verpackt oder unverpackt).
- Flüssige Produkte: Sterilisation in Behältern bei 121 °C.
- Poröse Produkte: Textilien, Gummiprodukte, usw.
Welche Konfiguration soll ich wählen?
Zugang zur Sterilisationskammer: Vertikale (Öffnung oben) vs. Horizontale (Öffnung vorne) Sterilisatoren.
Stellfläche: Tischsterilisatoren (kompakt) vs. freistehende Modelle (großvolumig).
Kapazität: Abhängig von der täglichen Instrumentenmenge und den Vor-/Nachbehandlungsphasen.
Voraussetzungen vor der Installation?
Organisation: Einhaltung von Hygienevorschriften, Trennung von Steril/Unsteril-Bereichen.
Anschlüsse: Validierte Luftzufuhr (Filter) und Trinkwasserqualität an den Entnahmestellen.
Personal: Fachkompetenz durch kontinuierliche Schulung in Betrieb und Sicherheit.
Was sind die verschiedenen Schritte der Sterilisation?
Der Prozess umfasst sechs Phasen:
- Vordesinfektion: Sofortiges Eintauchen in Desinfektionslösung.
- Reinigung: Mechanische und chemische Schmutzentfernung.
- Konditionierung: Verpackung der Medizinprodukte.
- Sterilisation: Durchführung des eigentlichen Zyklus.
- Kontrolle: Überprüfung vor, während und nach dem Prozess.
- Lagerung: Kennzeichnung mit Chargennummer und Verfallsdatum.